24 Stunden Friedrichshain

Friedrichshain

24 Stunden Friedrichshain

Friedrichshain ist der Hotspot für junge Berliner und Touristen. Die Heimat verschiedener Clubs und Bars ist als Partymeile bekannt und manchmal auch gefürchtet. Wir haben uns einmal 24 Stunden in Friedrichshain aufgehalten, um zu schauen, was es mit dem Kiez wirklich auf sich hat.

Der Morgen

Am S-Bahnhof Ostkreuz blinzelt uns die Sonne durch die Fensterfronten entgegen. Es ist früh am Morgen und trotzdem ist hier eine Menge Trubel: Menschen rennen ihrer Bahn hinterher, steigen aus und um, kaufen sich hektisch ihren Kaffee und Frühstück für unterwegs. Wir haben glücklicherweise alle Zeit der Welt und laufen entspannt die Neue Bahnhofstraße entlang zur Boxhagenerstraße, um uns im Haferkater die Stärkung für den Tag abzuholen. In dem kleinen Lädchen werden Porridge und Kaffee aus nachhaltigen Produkten angeboten, alles ist frisch und schmeckt so hervorragend, dass wir allein hier 24 Stunden verbringen könnten.
Vom Haferkater ist es nur ein Katzensprung zum Boxhagener Platz, wo die Leute entspannen, die Sonne genießen, mit ihren Kindern spielen oder ihre Hunde ausführen. Wir entspannen hier etwas und saugen die Eindrücke des Kiezes auf. Es fällt auf, wie viele verschiedene Sprachen zu hören sind: Friedrichshain ist ein äußerst internationaler Kiez und bei jungen Zugezogenen und Touristen aus aller Welt sehr beliebt. Das schlägt sich auch im Stadtbild nieder, es gibt viele hippe Bars und Cafés, die ein breites Angebot für ein ebenso breites Publikum bereitstellen.

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Der Mittag

Da uns das Porridge noch den Magen füllt, entscheiden wir uns für einen Spaziergang. Über die Frankfurter Allee gehen wir zur Rigaer Straße, die in den Medien in letzter Zeit vor allem wegen Auseinandersetzung der Polizei mit Hausbesetzern in Erscheinung trat. Auf der Rigaer Straße selbst ist es jedoch recht ruhig und friedlich. Der Mix aus grauen DDR-Bauten und hellen Altbau-Häusern, kombiniert mit bunter StreetArt beschreibt Friedrichshain eigentlich auch am Besten: Nirgendwo anders treffen alte und neue Einflüsse so friedlich aufeinander, nirgendwo anders in der Stadt sind so eindrücklich imposante DDR-Eindrücke neben hipper Jugendkultur zu finden.
Am Besarinplatz angekommen knurrt uns aber doch der Magen und wir kehren im Rembrandt-Burger in der Richard-Sorge-Straße ein. Das niederländisch angehauchte Burger-Restaurant mit Hollandrad an der Wand serviert leckere Burger mit und ohne Fleisch und die allseits bekannten niederländischen Fritten. Wir fühlen uns zu schwer zum Laufen und wollen jetzt etwas entspannen.

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Rembradt-Burger

Der Nachmittag

Einen kurzen Fußmarsch durch die stark von der DDR-Architektur geprägten Gegend später befinden wir uns im grünen Volkspark Friedrichshain. Die erste kommunale Grünanlage Berlins ist etwa 49 Hektar groß und erstreckt sich bis zum Prenzlauer Berg. Wir lassen uns nieder und gönnen uns, umringt von Jugendgruppen, jungen Pärchen und Familien, ein bisschen Erholung im Großstadttrubel. Innerhalb weniger Minuten hat man vergessen, dass man sich in der Hauptstadt befindet und beginnt, zu entspannen. Neben Grünflächen trumpft der Park mit Grillanlagen, Volleyballfeldern, Hundewiesen und interessanter Architektur auf.
Wir laufen Richtung Märchenbrunnen, der mit seinen verschiedenen Skulpturen zum kurzen Träumen einlädt und da uns vom vielen Laufen die Beine schwer sind, nehmen wir am um die Ecke gelegenen Alexanderplatz die S-Bahn zur Station Warschauer Straße.

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Der Abend

Das Gebiet rund um die Warschauer Straße lebt ganztägig, doch besonders zum Abend kommen hier junge Menschen zusammen, um zu feiern. Im Fitchers Vogel, das bunt zusammengewürfelt eingerichtet ist, probieren wir die angebotenen Craft Biere und saugen die internationale Atmosphäre auf. Es ist in Friedrichshain nicht ungewöhnlich, dass weder dein Sitznachbar noch die Bedienung Deutsch als Muttersprache haben und so bestellen wir unsere Getränke auf Englisch. Nicht viel weiter in der Simon-Dach-Straße, die allegemein als Partymeile Friedrichhains bekannt ist, sind bereits viele Menschen in den Bars unterwegs, so dass wir verzweifelt versuchen, einen Sitzplatz zu bekommen. Letztendlich entscheiden wir uns für eine typisch Berliner Gepflogenheit: Das Späti-Bier. Am Boxhagener Platz befindet sich der Boxi-Kiosk, an dem wir uns ein Getränk holen und die Gegend erkunden. Dabei kommen wir ins Gespräch mit einem jungen Studenten aus Ingolstadt und einer schwedischen Touristin, die uns etwas über ihre Erlebnisse in Friedrichshain erzählen. Beide sind begeistert vom Kiez und würden gerne mehr Zeit hier verbringen.

Boxi Kiosk

Mit zunehmender Uhrzeit machen wir uns auf dem Weg zum RAW-Gelände, wo wir die Nacht zum Tag machen. In der dort befindlichen Teledisko, eine alte, zur Minidisko umfunktionierte Telefonzelle, kann man ein Musik-Video drehen, das einem nachträglich per Mail zugeschickt wird. Daneben sind verschiedene Bars und Clubs ansässig und mit dem Haubentaucher auch eine Mischung aus Club und Stadtbad, in dem man sehen und gesehen werden kann. Mit hereinbrechenden Tageslicht wird uns bewusst, wie schnell die Zeit verging. Auf dem Rückweg zum S-Bahnhof Ostkreuz bemerken wir, dass das Haferkater bereits wieder seine Pforten öffnet. Vielleicht bleiben wir noch kurz zum Frühstück?

Hier sind die genannten Hotspots

  1. Café Haferkater
  2. Rembrandt-Burger
  3. Volkspark Friedrichshain
  4. Fitchers Vogel
  5. Boxi-Kiosk
  6. RAW-Gelände
  7. Teledisko
  8. Haubentaucher

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