7 Dinge, die nur Berliner wissen

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7 Dinge, die nur Berliner wissen

Es ist nicht so leicht, in Berlin Eingeborene zu finden. Aber hat man erst mal einen gefunden, findet man oft gleich ein Nest an Menschen, die hier tatsächlich zur Schule gegangen sind oder sogar im gleichen Kindergarten waren. Dabei merkt man schnell, dass sie Berlin ganz anders betrachten, als so manch ein Neuberliner.Wir zeigen euch 7 Dinge, die nur Berliner wissen.

1. Berliner Schnauze

„Nu plusta dir ma nich so uff“, „Ick gloob mir knutscht’n Elch“, „Dir ham se wohl mit’m Klammerbeutel jepudert“: Hart aber herzlich wird der Berliner Charme genannt. Was das bedeutet, wird in der sogenannten Berliner Schnauze, die wissenschaftlich gesehen ein Metrolekt ist, deutlich. So richtig schön berlinern aber nur die ehemaligen Ostberliner. Sie waren nämlich stolz darauf, in der Hauptstadt zu wohnen und das auch sprachlich zu zeigen. Gregor Gysi ist ein gutes Beispiel für den Berliner mit Herz und Schnauze. Bei den Westlern galt das Berlinern damals eher als ordinär. Wer gut erzogen war, berlinerte nicht oder nur ganz wenig.

Wer als Zugezogener jedoch anfängt zu berlinern, zieht schnell den Unmut der Eingeborenen auf sich. Überlasst das lieber den echten Berlinern.


2. Berliner Dimensionen

„Fünf Minuten vor der Zeit ist des Preußen Pünktlichkeit.“ Mag sein, dass du es mit den preußischen Tugenden nicht mehr so genau nimmst, aber überraschst bist du als Berliner jedenfalls nicht, dass man von Zehlendorf bis Mitte gut eine Stunde Fahrzeit mit der S-Bahn brauchen kann. Mit dem Auto wird es nicht schneller gehen, ganz besonders, wenn du die Parkplatzsuche miteinbeziehst. Mit diesem Wissen unterscheidest du dich von Nichtberlinern: Dir ist klar, eine halbe Stunde ist Minimum, um in Berlin von rechts nach links zu kommen und die S-Bahn ist dafür immer noch das schnellste Transportmittel.


3. Hundewaschanlage

Dass der Berliner auf den Hund gekommen ist, ist kein Klischee, sondern die Wahrheit. Etwa 100.000 Vierbeiner leben in Dogtown Berlin. Über seinen Hund kommt man mit dem Berliner sofort ins Gespräch. Das Berliner Hundeparadies nennt sich Grunewald. So weit, so bekannt. Dass es für Fiffi auch zwei Hundewaschanlagen gibt, ist schon eher Berliner Geheimwissen und wird von den Hundeliebhabern sehr geschätzt.

In Biesdorf, unweit von der S-Bahn-Station Biesdorf, werden des Berliners Lieblinge shampooniert und selbstverständlich auch von eventuell vorhandenen Flöhen gereinigt.

SB Hunde-Wasch-Center: Weißenhöher Str. 108, 12683 Berlin-Biesdorf

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4. Madenautomat

Berlin ist ein Paradies für Angler. Fast sieben Prozent der Fläche sind flüssig. Fast 200 Kilometer lang sind allein Spree, Havel, Dahme und die Kanäle, die Berlin durchziehen. Mit über 50 Seen hat man in Berlin rund 600 Kilometer Uferfläche. Wundert es da jemanden, dass allein der Deutsche Anglerverband Berlin rund 9.000 Mitgliedern hat? Angeln ist ein Hobby der Berliner und da kann es schon mal sein, dass einem die Köder ausgehen. Kein Problem, das Angelhaus Koss im Wedding bietet Hilfe. Auch außerhalb der Geschäftszeiten kann man sich dort am Automaten lebende Maden ziehen. Dit is Berlin!

Angelhaus Koss: Tegeler Str. 37, 13353 Berlin


5. Mustafa’s Gemüse Kebap

Mustafa’s Gemüse Kebap steht in jedem Berlin-Führer. Es hat angeblich den beste Veggie Döner der Stadt. Das mag sein, aber als echter Berliner wird man sich nie, wirklich niemals, in die lange Schlange bei Mustafa einreihen. Das ist absolut uncool. Wer da steht, hat sich quasi schon als Landei geoutet. Es gibt so viele gute Currywurstbuden. Sorry Mustafa, nichts für ungut. Deine Döner sind sicher phantastisch, sie sind aber nichts für uns echte Berliner. Die lässt man nicht warten.

Mustafa’s Gemüse Kebap: Mehringdamm 32, 10961 Berlin


6. East Side Gallery

Die East Side Gallery ist ein Anziehungspunkt für Berlin-Besucher. Als echter Berliner findest du es auch gut, dass noch ein Reststück Mauer an die alten Zeiten erinnert. Aber, entweder kennst du die wahre Mauer noch vom Augenschein oder Mutter, Vater oder Oma haben so oft von ihr erzählt, dass du nicht auch noch an ihr vorbeilaufen musst, um die mehr oder eher weniger schöne Mauerkunst zu betrachten. Mit der S-Bahn-Station Warschauer Straße um die Ecke ist man aber an einem wichtigen Knotenpunkt und mitten im Geschehen. Der echte Berliner kennt die East Side Gallery daher nur vom Vorbeifahren.

East Side Gallery: Mühlenstraße, 10243 Berlin


7. Der Wedding ist im Kommen

Zugegeben, dass Neukölln mal Hipsterbezirk wird, hättest du als echter Berliner nicht für möglich gehalten. Und, ganz ehrlich, wenn du dort bist, genießt du den Ausflug wie die anderen Touristen auch. Dort wohnen kommt aber überhaupt nicht in Frage. Das nächste große Ding soll angeblich der Wedding sein. Da kicherst du nur leise: „Nie im Leben“. Sollte es anders kommen, wirst du deinen Irrtum eingestehen und schauen, was da los ist. “Glob ick aber nich.“

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Hier sind die (Anti-)Hotspots

  1. SB Hunde-Wasch-Center
  2. Angelhaus Koss
  3. Mustafa’s Gemüse Kebap
  4. East Side Gallery

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