7 historische Orte, die es zu besuchen lohnt

Cityguide

7 historische Orte, die es zu besuchen lohnt

Berlin zieht unter anderem wegen seiner historischen Orte jährlich Millionen Touristen aus aller Welt an: Das Brandenburger Tor, die Berliner Mauer, der Reichstag oder der berühmte Alexanderplatz sind nur einige der beliebten Attraktionen der geschichtsträchtigen Großstadt. Wir haben für euch weitere Highlights mit Gänsehautgarantie zusammengetragen, die definitiv einen Besuch wert sind.

1. Beelitz Heilstätten – das Gruselkrankenhaus mit deutscher Geschichte

Im schmucken Beelitz südwestlich von Berlin befinden sich die bekannten Beelitz Heilstätten, die Ende des 19. Jahrhunderts als Lungenheilanstalten gebaut wurden. Auch Adolf Hitler und der ehemalige DDR-Staatschef Erich Honecker waren dort untergebracht. Heute ist die einstige deutsche Vorzeige-Tuberkuloseklinik vor allem eins: Ein Magnet für Fans mystischer Orte.
Das Gebäude ist gespenstisch zerfallen: bunte Graffitis lassen sich auf den Wänden finden, die Fenster sind zerbrochen, der Putz bröckelt und an den Eingangsbereich der Notaufnahme hat jemand ein Pentagramm gemalt. Dennoch schimmert immer noch der einstige Prunk der riesigen Räumlichkeiten durch den Zerfall.
Bereits der Erste Weltkrieg hinterließ seine Spuren. Doch noch dunkler wurden die Zeiten nach dem Zweiten Weltkrieg: Die Heilstätten wandelten sich zum militärischen Sperrgebiet, welches von der Sowjetarmee besetzt wurde. Seit 1994 liegt der Großteil des Geländes brach – immer wieder finden illegale Partys statt, angeblich auch satanische Messen. Ob es tatsächlich spukt, sei dahin gestellt, aber Fans der unheimlichen Orte sind hier genau am richtigen Fleck.

Beelitz Heilstätten: Straße nach Fichtenwalde 13, 14547 Beelitz


2. Das Nikolaiviertel – das Quartier der schönen Künste

„Zille sein Milljöh“ – Heinrich Zille wusste eben, wo es sich in Berlin besonders gut leben lässt. Viele betrachten das Nikolaiviertel gar als die „Wiege Berlins“. Schaut man sich die Kopfsteinpflaster der romantischen Fußgängerzone, die eleganten Boutiquen, die vielen Antiquariate, Souvenirshops, Museen und das Ensemble aus historischen Bauten an, bleibt einem nichts, als ehrfürchtig zuzustimmen.
Nirgends lässt sich der Großstadttrubel so schön ausblenden wie im Nikolaiviertel – und das, obwohl es sich im Herzen Berlins befindet. Wer sich im Nikolaiviertel wiederfindet, wird eine Oase der Ruhe und Beschaulichkeit erleben. Hier lässt es sich wunderbar shoppen, bummeln und staunen. Unterschreiben kann das nicht nur der bekannte Maler Zille. Auch Lessing, Ibsen, Casanova, Schinkel, Humboldt, Goethe oder Otto Nagel wandelten gerne durch die verwinkelten Straßenzüge. Kein Wunder, denn das Nikolaiviertel ist wahrlich etwas Besonderes.
Das Nikolaiviertel ist fußläufig von der S-Bahn-Station Alexanderplatz erreichbar.

Nikolaiviertel: Am Nußbaum 3, 10178 Berlin

Nikolaiviertel_4-ds Kopie


3. Spreepark im Plänterwald – der ehemals größte Freizeitpark der DDR

Kinderlachen, Zuckerwatte, entzücktes Aufschreien aus der Achterbahn, Autoscooter und fröhliche Musik aus allen Ecken: Ein buntes Treiben herrschte einst im Norden des Plänterwaldes. Die DDR baute 1969 den großzügigen Vergnügungspark im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick. Er galt als der einzige seiner Art.
Nach der Wende wurde der Spreepark aufwendig saniert, doch die Besucher blieben aus. Die Musik erlag der Stille, das Lachen verstummte und der Park fiel in einen „Dornröschenschlaf“. 2001 meldete der private Betreiber schließlich Insolvenz an. Seitdem ist der 25 Hektar große Park verfallen. Das einst so schillernde 45m hohe Riesenrad steht seit Jahrzehnten still, das „Englische Dorf“ vermodert und die Achterbahn gleicht mehr und mehr einer Schrottinstallation.
Trotz des Verfalls ist der Spreepark aber nicht in Vergessenheit geraten. Vor dem mannshohen grünen Gitterzaun an der Kiehnwerderallee versammeln sich regelmäßig zahlreiche Menschen, um einen Blick auf die einstige Attraktion zu werfen. Vielleicht ist es die magische und von Mythen umrankte Atmosphäre, die Schaulustige immer wieder an diesen verlassenen Ort führen. Einen Besuch ist er allemal wert.

Spreepark Plänterwald: Kiehnwerderallee 1-3, 12437 Berlin


whatsapp-broadcast-banner


4. Das alte Stasi- und Regierungskrankenhaus in Berlin Buch

Man munkelt, spekuliert, tuschelt und flüstert hinter vorgehaltener Hand so einiges über das alte Stasi- und Regierungskrankenhaus, das sich von 1949 bis 1976 im Gebäude der ehemaligen Militärärztlichen Akademie in Berlin Mitte und später in Berlin Buch befand. Sicher ist allerdings: Die luxuriöse Klinik war nicht für jedermann. Nur die Elite der ehemaligen DDR durfte die Vorzüge der Einrichtung genießen. Mitglieder der Regierung, SED Funktionäre, Staatsgäste, Diplomaten und deren Angehörige wurden hier mit modernster Medizin behandelt.
Es ist die Rede von geschmuggelter Medizintechnik und Medikamenten aus dem Westen und von verschwenderischem Prunk und Ärzte-Teams, die ihr Gehalt in D-Mark ausgezahlt bekamen. Das Regierungskrankenhaus in Berlin Buch war eben schon zu seinen aktiven Zeiten ein mystischer Ort, ohne Passierschein kam niemand dort rein.
Heute werden im Regierungskrankenhaus im Wald von Berlin Buch keine Kranken mehr behandelt. Es dient lediglich als Drehort für geschichtsträchtige Filme wie „Good Bye Lenin“ und stellt eine geheimnisvolle und spannende Attraktion für Besucher dar.

Altes Stasi- und Regierungskrankenhaus: Schwanebecker Chaussee 50, 13125 Berlin


5. Die Zitadelle Spandau

Die märchenhafte Zitadelle Spandau im Berliner Ortsteil Haselhorst, nordöstlich der Spandauer Altstadt am gegenüberliegenden Havelufer gelegen, ist nicht nur wunderschön anzuschauen, sondern auch eine der bedeutendsten Festungen der Hochrenaissance in Europa. Die Bastion gehört entsprechend zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Berliner Bezirks Spandau.
Das geschichtsträchtige Gebäude musste schon vieles über sich ergehen lassen. Im Zuge der Befreiungskriege gegen Napoleon erlitt sie beispielsweise im Frühjahr 1813 schwere Zerstörungen. Auch die Nationalsozialisten beteiligten sich an der Zerstörung und brachten in der Festung ihre Giftgaslabore unter.
Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs wird das Areal ausschließlich zivil genutzt. Heute ist die Zitadelle Geschichtsinsel mit einem vielfältigen Angebot. Sie zählt zu den kulturellen und touristischen Magneten Berlins mit vielen Konzerten und Veranstaltungen. Kurz: Ein Muss für jeden Berlin-Besucher.

Zitadelle Spandau: Am Juliusturm 64, 13599 Berlin


6. Volkspark Mariendorf – der perfekte Ort für eine Auszeit

Ein Berlin-Trip sollte unbedingt einen Abstecher in den Volkspark Mariendorf beinhalten. Das Gartendenkmal im Ortsteil Mariendorf des Bezirkes Tempelhof-Schöneberg wurde mit Unterbrechungen zwischen 1923-1931 erbaut. Der wunderschöne Park mit seinen Seen und den hübsch angelegten Blumenbeeten bietet Ruhe und Erholung, nicht nur für Touristen, sondern auch für waschechte Berliner.
Es gibt dort einen kleinen Rodelberg und drei weitgehend naturbelassene traumhafte Teiche. Außerdem findet zu Christi Himmelfahrt der vom Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg veranstaltete „Internationale Kulturlustgarten“ mit zahlreichen Kulturveranstaltungen und Attraktionen statt. Ein weiteres Highlight des Volksparks ist der jährlich stattfindende Rocktreff – ein buntes Open Air Festival, das sich ganz der handgemachten Musik verschrieben hat. Kurz: Ein Erlebnisort für die ganze Familie mit Spiel, Spaß, Musik und kulinarische Leckereien.

Volkspark Mariendorf: Prühßstraße 90, 12109 Berlin


7. Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Lust in Berlins dunkle Vergangenheit abzutauchen? Dann sollte eine Führung durch das Stasi-Gefängnis in Hohenschönhausen unbedingt auf dem Zettel stehen. Hier erfährst du alles über die Zeit der politischen Verfolgung in der ehemaligen DDR.
Kaum ein Ort war so geheim wie das Gefängnis des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Dieses Gebäude wurde auf keinem Stadtplan verzeichnet, kaum einer wusste überhaupt von seiner Existenz. Die Untersuchungshäftlinge, die dort einsaßen, wussten nicht, wo sie sich befanden – oft war ihnen nicht einmal klar, in welcher Stadt sie waren. Die spannende Geschichte dieses Ortes spiegelt den Kalten Krieg ebenso wider wie die deutsche Teilung. Ein Ausflug in die dunkle Vergangenheit Berlins, den kaum ein Besucher vergessen wird.

Gedenkstätte Hohenschönhausen: Genslerstraße 66, 13055 Berlin


Hier sind die genannten Orte

  1. Beelitz Heilstätten
  2. Das Nikolaiviertel
  3. Spreepark im Plänterwald
  4. Altes Stasi- und Regierungskrankenhaus
  5. Zitadelle Spandau
  6. Volkspark Mariendorf
  7. Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Das könnte dich auch interessieren:


Berlin Urlaub: Jenseits der Touristen-Hotspots

Du suchst Ruhe für deinen Urlaub in Berlin: Hier sind Orte, die du jenseits von den Touristen Hotspots besuchen solltest.


Nach diesen 6 Dingen wirst du zum echten Berliner

Wann wird der Berliner zum Berliner? Hier sind 6 Dinge, nach denen du dich mit Sicherheit als echter Berliner bezeichnen kannst.


Second Hand Berlin: Guide für Vintage-Shopping

Second Hand in Berlin findet man an jeder Ecke: In unserem Guide zeigen wir euch, wo ihr jedoch die besten Second Hand Shops findet!

Fahrplan und Routenplaner

Finde mit dem Routenplaner deinen schnellsten Weg zu unseren Ausflugszielen

Share This