Architektur und Kunst in Berlin: 7 besondere Locations

Kunst & Architektur

Architektur und Kunst: Sieben Highlights in Berlin

Ob preußische Baukunst, moderne Architektur oder alte Bunker aus dem 2. Weltkrieg, die heute als Ausstellungsräume dienen: In Berlin gibt eine Vielzahl großartiger Bauten, die Kunst beherbergen. Hier unsere Top 7.

1. Boros Bunker – Vom Bombenschutz zur sensationellen Kunst-Location

Dieser ehemalige Reichsbahnbunker aus dem zweiten Weltkrieg hat eine bewegte Geschichte. Im Krieg diente er als Bombenschutzbunker, nach 1951 wurde er als Lagerraum für südländische Früchte und ab 1992 als Techno-Club genutzt. Heute bietet der Bunker eine ganz besondere Location, um zeitgenössische Kunst anzuschauen. Zu sehen ist hier auf 3000 qm und in 80 Räumen die private Sammlung des Ehepaars Christian und Karen Boros, welches den Bunker 2003 kaufte und im Penthouse auf dem Dach wohnt. Sie zeigen Werke vieler internationaler Künstler von 1990 bis heute – unter anderem Fotografie, Malerei, Installationen und Videokunst von Künstlern wie Ai Weiwei, Alicja Kwade, Olafur Eliasson und Wolfgang Tillmans.

Den Besuch im Boros Bunker kann man gut mit einem Abend im Deutschen Theater oder einer Shopping-Tour verbinden. Einfach S-Bahnhof Friedrichstraße aussteigen und los gehts!

Boros Bunker: Reinhardtstraße 20, 10117 Berlin

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2. Hamburger Bahnhof – Zeitgenössische Kunst, wo früher Züge fuhren

Der in den 1840er Jahren errichtete Bau ist eines der ältesten Bahnhofsgebäude Deutschlands – auch wenn er schon seit über 100 Jahren nicht mehr als Bahnhof, sondern als Museum genutzt wird. Zu sehen sind hier seit 1987 Exponate des Museums für Gegenwart. Die Sammlung zählt zu den größten und wichtigsten öffentlichen Sammlungen für zeitgenössische Kunst weltweit. Sie umfasst unter anderem die Werke von Künstlern wie Andy Warhol, Anselm Kiefer, Cy Twombly und Roy Lichtenstein.

Die S-Bahn hält natürlich nicht im Hamburger Bahnhof sondern im gleich gegenüber liegenden Hauptbahnhof.

Hamburger Bahnhof: Invalidenstr. 50, 10557 Berlin

Hamburger Bahnhof


3. Neue Nationalgalerie – Eine Ikone der Moderne von Mies van der Rohe

In dem großartigen Bau der Architektur-Legende Ludwig Mies van der Rohe (1886 – 1963) sind Werke der bildenden Kunst des 20. Jahrhunderts zu sehen. Der 1963 eröffnete Bau war damals visionär und beeindruckt noch heute – mehr als 50 Jahre später. Vor allem die monumentale, quadratische Halle aus einer Glas-Konstruktion, auf der ohne weitere Stützen ein massives Stahldach liegt, überwältigt. Dieser große, dem Stadtraum sich offen zeigende Pavillon bietet Platz für Sonderausstellungen, während im Untergeschoss Exponate der Dauerausstellung zu sehen sind.
Bis 2019 finden in der Neuen Nationalgalerie Umbauten statt, sodass wir das schöne Gebäude derzeit nur von außen bewundern können. Dazu am besten am S-Bahnhof Potsdamer Platz aussteigen und an der Berliner Philharmonie vorbei direkt zur Neuen Nationalgalerie spazieren.

Neue Nationalgalerie: Potsdamer Straße 50, 10785 Berlin

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4. Alte Nationalgalerie

Nächster Halt: S-Bahnstation Hackescher Markt. Von hier aus könnt ihr gleich eine ganze Reihe wichtiger Berliner Kunstbauten auf der Museumsinsel besuchen. Neben dem Pergamon-Museum, dem Neuen Museum und dem Alten Museum, befinden sich hier zwei Gebäude, die wir euch vorstellen wollen: das Bode-Museum und die Alte Nationalgalerie. Letztere ließ Friedrich Wilhelm IV. als „Freistätte für Kunst und Wissenschaft“ errichten. 1876 wurde das prächtige Gebäude im Tempelbau-Stil der Antike (genauer: Spätklassizismus und Neorenaissance) mit hohem Sockel eröffnet. In unmittelbarer Nähe befinden sich die genannten Museen, der Dom und die Humboldt-Universität. Alles Prachtbauten also, welche zur Kaiserzeit im preußischen Staat errichtet wurden.
In der Sammlung der Alten Nationalgalerie sind Werke der Romantik (von Malern wie Caspar David Friedrich), des Biedermeiers, des Klassizismus‘ (mit Künstlern wie Karl Friedrich Schinkel), des Impressionismus‘ und der beginnenden Moderne zu sehen.

Alte Nationalgalerie: Bodestraße 1-3, 10178 Berlin

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5. Bode-Museum

Ende des 19. Jahrhunderts wurde an der Nordspitze der Museumsinsel das von Eberhard von Ihne entworfene Renaissance-Museum errichtet. Nach schwerer Beschädigung im 2. Weltkrieg und Wiederindstandsetzung nach dem Mauerfall wird im Bode-Museum heute die Skulpturensammlung und das Museum für Byzantinische Kunst ausgestellt. Ebenso zu sehen sind Werke der Gemäldegalerie und Exponate des Münzkabinetts.

Bode-Museum: Am Kupfergraben, 10117 Berlin

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6. Jüdisches Museum

Nicht zu vergessen, in einer Liste der besten Kunstbauten Berlins, ist natürlich der zickzackförmige Neubau des Jüdischen Museums, welcher von Star-Architekt Daniel Libeskind entworfen und umgesetzt wurde. Das Jüdische Museum Berlin ist das größte jüdische Museum Europas und bietet neben der umfangreichen Dauerausstellung (der Audio-Guide sei euch sehr empfohlen) auch immer spannende Sonderausstellungen.

Jüdisches Museum: Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin


7. Feuerle Collection – Ein Kunstbunker mit schwarzem See

Der Sammler Désiré Feuerle hat einen spektakulären Ort erschaffen, an dem er seine Sammlung antiker asiatischer Skulpturen und zeitgenössischer Kunst der Öffentlichkeit präsentiert. In dem ehemaligen Telekommunikationsbunker werden auf über 6350 Quadratmetern Skulpturen aus dem südostasiatischen Raum und kaiserlich-chinesische Möbel präsentiert. Neben den Khmerskulpturen aus dem 7. bis 13. Jahrhundert lassen sich aber auch Arbeiten zeitgenössischer Künstler wie beispielsweise Anish Kapoor finden. Das Umwerfende daran ist die dramatische Inszenierung der Werke. Besucher betreten die Sammlung über einen komplett abgedunkelten Raum im Keller des Bunkers. Hier wird eine Soundinstallation präsentiert. Anschließend geht man in Richtung eines kleinen Lichtstrahls, der in die riesige Ausstellungsfläche im Keller des Bunkers führt. Im Dämmerlicht stehen die Skulpturen golden angeleuchtet – und es wird noch besser: Sie spiegeln sich in einer riesigen Glaswand, hinter der ein 2000 Quadratmeter großer schwarzer, unterirdischer See liegt. Absolut beeindruckend!

Feuerle Collection: Hallesches Ufer 70, 10963 Berlin

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Hier findest du die genannten Hotspots:

  1. Boros Bunker
  2. Hamburger Bahnhof
  3. Neue Nationalgalerie
  4. Alte Nationalgalerie
  5. Bode-Museum
  6. Jüdisches Museum
  7. Feuerle Collection

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