Berlin kocht Ratatouille bei Maria

Prenzlauer Berg

Das Gericht: Ratatouille mit Ebly-Weizen und Halloumi

DJane Maria New Yen lädt uns heute für unsere Reihe Berlin kocht in den Prenzlauer Berg ein und kocht ein leichtes Gemüsegericht, das sich wunderbar für erste Dates eignet: Ratatouille mit Ebly-Weizen und Halloumi. >>Das Rezept findet ihr wie immer am Ende des Artikels.

Buntes Ratatouille mit Ebly-Weizen und Halloumi

Wir verlassen die S-Bahn-Station Prenzlauer Allee und bahnen uns unseren von prächtigen Altbauten gesäumten Weg in Richtung Pappelallee. Berlin kocht heute im Osten Berlins. Die weihnachtliche Beleuchtung tröstet über das graue Nieselwetter hinweg und wir genießen unseren Spaziergang durch den spannenden Kiez. Prenzlauer Berg ist der Bezirk Berlins, der sich neben Mitte und Friedrichshain am meisten gewandelt hat. Über 300 Gebäude stehen dabei unter Denkmalschutz wie das Stadtbad Oderberger Straße, die Brauereien in der Milastraße und in der Knaackstraße.

Kastanienallee

Früher war der Bezirk ein alternativer Szenestadtteil, welcher vor allem durch Chaos definiert wurde. Heute hingegen machen es sich vor allem Familien dort gemütlich. Entsprechend erinnert das Leben auf Berlins einzigem Hügel kaum an eine Großstadt, sondern vielmehr an dörfliche Gemütlichkeit. Große Discounter sucht man hier vergeblich, denn im Prenzlauer Berg darf es gerne höchste Bioqualität sein. Selbst die Spätis bieten eine bunte Angebotspalette bestehend aus regionalem Obst aus Brandenburg und frischer Sojamilch an. Eventuell hatten hierbei die sogenannten „Latte-Macchiato-Mütter“ ihre Hand im Spiel, die angeblich eine besondere Eigenart des Kiezes sind. In manchen Cafés gibt es bereits Kinder-Latte auf der Karte, so munkelt man zumindest.

kastanienallee02

Unsere Gastgeberin Maria Ngyen hat mit den Latte-Macchiato-Müttern nicht viel am Hut. Dennoch mag sie das idyllische Leben in ihrem Kiez. Vor allem liebt sie das Nachtleben, denn Maria ist DJane. Geboren wurde sie in Lebach, wuchs in Saarlouis auf und lebt nun bereits seit vier Jahren in Berlin. In die Hauptstadt zog es sie vor allem wegen der Musik. Ihre Leidenschaft für Musik prägte ihr Leben schon von Kindesbeinen an. Sie lacht herzlich, als sie uns erzählt, dass sie ihren Vater mit ihren frühen Plattenteller-Künsten zur Weißglut trieb, denn sie ruinierte eine Plattenspielernadel nach der anderen. Ihrer Karriere als DJane Maria New Yen hat das zum Glück nicht geschadet, mittlerweile investiert sie mehr Zeit in die Produktion ihrer Tracks, als sich die Nächte in den Clubs um die Ohren zu schlagen. Dennoch gibt es ein paar Lieblingsplätze, wo sie immer noch gerne hinter dem DJ Pult steht. Darunter der legendäre Club der Visionäre, die Griessmühle, HRD Bar und die bekannte Minimal Bar. Ihre Musikrichtung spielt Maria uns direkt vor, es sind elektronische Klänge vom Feinsten: House, Techno, Minimal. Einige ihrer Tracks sind auf Soundcloud zu hören. Sie dreht die Musik auf, schaut uns gespannt an und ergänzt, dass sie alles möge, was groovt und sexy sei. Wir fühlen uns tatsächlich direkt eingegroovt und folgen unserer quirligen Gastgeberin im elektronischen Takt in die Küche. Es gibt Ratatouille mit Ebly-Weizen und Halloumi.

Maria_Nguyen_Portrait1

Unser Interview mit Maria

Hey Maria, was machst du gerade?

Ich schneide das Gemüse für unser leichtes Gemüsegericht. Wenn es um Ratatouille geht, hat ja jeder sein eigenes, einzig wahres Rezept (lacht). Ich auch, denn ich koche heute Ratatouille mit Ebly-Weizen und Halloumi. Schmeckt super, ist gesund und geht vor allem schnell. Ebly-Weizen ist als ein fettarmes Nahrungsmittel mit einem hohen Gehalt an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen bekannt und Halloumi trägt was zum Eiweißhaushalt bei. Schmecken tut es auch jedem. Was will man mehr?!

Maria_am_Herd

Warum ist das Gericht für dich etwas Besonderes und gibt es vielleicht eine Geschichte dazu?

Mhm, ob ich das wirklich verraten soll…(lacht) Na gut, es ist mein First-Date-Essen (lacht). Hat bisher ganz gut funktioniert. Mist, jetzt ist die Katze aus dem Sack und ich muss mir etwas Neues suchen.

Wir erzählen es nicht weiter! Kann man eigentlich gut im Prenzlauer Berg essen gehen? Gibt es vielleicht sogar typische Prenzlberg- Küche?

Unbedingt! Im Prenzlberg kann man sogar sehr gut essen gehen. Beispielsweise ist das Chay-Umi fantastisch. Es ist ein asiatisches Restaurant, wo man leckeres vegetarisches und veganes Essen bekommt. Man kann dort für sein Gericht zwischen Tofu und Saitan wählen, was ich toll finde. Ich kann das Restaurant wirklich wärmstens empfehlen, bin schließlich mindestens jeden zweiten Tag dort essen (lacht).

Auf der Schönhauser Allee gibt es noch das OiShii Hot Dog. Dort gibt es den Hot Dog mal anders serviert (lacht). Verrückt und sehr japanisch. Außerdem sind da noch jede Menge süße Cafés rund um die S-Bahnstation Schönhauser Allee. Die meisten bieten vorzügliches selbstgemachtes Gebäck an. Ach ja, und Fisch isst man natürlich im Fischladen. Keine Frage, dort gibt es den besten Fisch, von hervorragenden Köchen zubereitet. Typisch für das Essen hier ist vielleicht, dass es nichts Typisches gibt (lacht).

Hast du einen Lieblingsladen in Prenzlauer Berg?

Ich bin gerne im Mauerpark und treibe mich oft in der Max-Schmelling-Halle rum, also je nach Veranstaltung (lacht). Ich kann nur so ganz allgemein sagen, dass ich das Grüne in meinem Kiez liebe. Die Kastanienallee ist auch wunderbar. Vor allem wegen den spitzen Plattenläden dort. Beispielsweise das OYE und der Melting Point sind Adressen die Musikfans sich merken sollten.

Was magst du am liebsten an deinem Kiez?

Der Kiez hier hat von allem etwas. Es ist grün, lebendig und immer was los. Aber dennoch ist das Leben hier etwas gesetzter, irgendwie erwachsener als zum Beispiel in Neukölln. Ich weiß, alle meckern immer über die Mütter und die vielen, vielen Kinder hier, aber ich mag Kinderwägen und gegen Mandelmilch habe ich auch nichts. Liegt vielleicht am Alter (lacht)!

Und Berlin liebst Du, weil…

Berlin ist grenzenlos, das Ausdehnungspotenzial ist wie in keiner anderen Stadt. Man kann hier alles haben von kompletter Ruhe bis zu extremen Aktionen. Drei Nächte durchfeiern oder sich komplett zurückziehen, alles ist drin. Die Stadt hat dieses gewisse Taktgefühl für Individualisten. Ich mag, die viele Auswahlmöglichkeiten hier. Man kann viel, muss aber nichts. Ganz mein Ding.

Und natürlich liebe ich den Sommer in Berlin. Er ist perfekt für alle Musiker und Künstler, für alle anderen natürlich auch. Man kommt aber als Musiker oder DJ einfach sofort ins Gespräch mit anderen Musikern oder Kreativen und als Frau sowieso (lacht). So viele Gleichgesinnte in der dieser Stadt, machen das Leben einfach schön. Meine DJ Freundinnen reden auf Partys eigentlich nur über Musik. Neue Drummachines, statt hotte Jungs (lacht). Da passe ich einfach gut rein. Musik kreieren ist, wie eine eigene Nationalität oder eine Religion und in Berlin findet man viele Gleichgesinnte, das ist total toll.

Du wohnst ja schon eine ganze Weile hier. Hast du Insider-Tipps für Leute, die neu nach Prenzlauer Berg gezogen sind?

Ich würde jedem Neuberliner empfehlen, die Kastanienallee zu erkunden. Einfach mal Zeit nehmen und die Straße entlang schlendern. Es gibt so viel zu entdecken! Kleine Cafés, außergewöhnliche Bars mit Liveacts, süße Modeläden abseits des Mainstreams, Second Hand Boutiquen, klasse Sneaker-Läden mit einer breiten Auswahl. Da kann man schon mal den ganzen Tag verbummeln und lernt dabei seinen Kiez am besten kennen.

Lieben Dank, Maria! Wir sind schon fast am Ende. Verrätst du uns noch, wie dein persönliches 2017 aussieht? Kommt vielleicht ein Album von dir?

Oh, ein ganzes Album, ja, das wäre was (lacht)! Ich will auf jeden Fall viel produzieren. Momentan produziere ich für ein Frankfurter und ein Pariser Lable. Das macht sowas von Spaß. Musik ist Kunst und Kunst bedeutet etwas zu schaffen. Ich möchte einen Beitrag für die Menschheit leisten und mein persönlicher Beitrag ist eben die Musik. Jeder Mensch sollte eine Leidenschaft in sich tragen und diese auch ausleben dürfen. Berlin ermöglicht das, Berlin macht Träume wahr (lacht). Es müssen ja nicht alle Musik machen. Andere sind leidenschaftliche Hundesitter und wieder andere sammeln Fußballsticker (lacht). Jeder darf das tun, was er mag. Berlin eben!

Maria_Nguyen_in_der_Kueche

Das Rezept

Zutaten für 4 Portionen
Zubereitungszeit: ca. 30 min

2 Stück Halloumi-Käse
2 Beutel Ebly
1 kleine Aubergine
2 rote Paprikaschoten
1 kleine Zucchini
4 mittelgroße Tomaten
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
3 EL gutes Olivenöl
1 Bund frische Kräuter oder Kräuter der Provence (Basilikum, Majoran, Oregano,  Rosmarin, Lavendel, Salbei, Thymian)
Abgeriebene Schale einer halben Zitrone
Salz und Pfeffer aus der Mühle

Ratatouille_in_der_Pfanne2

Zubereitung:
1. Den Halloumi in Scheiben schneiden und in eine ofenfeste Form geben.
2. Parallel Ebly-Weizen in Salzwasser nach Packungsanweisung garen.
3. Die Zwiebeln und den Knoblauch abziehen, die Zwiebeln in Spalten teilen, den Knoblauch in feine Scheiben schneiden.
4. Die Paprika schälen und mit den Zucchini und den Auberginen in kleine Stücke schneiden.
5. Die Tomaten enthäuten, entkernen und in kleine Stücke schneiden.
6. Das Öl erhitzen und alle Gemüsestückchen (außer die Tomaten) kurz anbraten und leicht Farbe annehmen lassen. Jetzt die Tomatenstückchen und die geriebene Zitronenschale zugeben und noch ca. 10 Minuten schmoren lassen.
7. 5 Minuten vor Ende der Garzeit die Kräuter zugeben und mit Pfeffer und Salz abschmecken.
8. Den vorbereiteten Halloumi in den Backofen unter den Grill schieben.
9. Ist das Halloumi leicht gebräunt, gemeinsam mit dem Ebly-Weizen und dem fertigen Ratatouille servieren.

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Guten Appetit!

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