Berlin Tipps – Richtig essen mit Ada Kreuzberg

Gastbeitrag

Kulinarische Insidertipps von Social Media Queen Ada Kreuzberg

Berlin kann sehr groß und überfordernd sein: Das Angebot an Unternehmungsmöglichkeiten scheint minütlich zu wachsen und selbst wenn man seine gesamte Freizeit dafür aufwenden würde, alles abzuklappern, käme man trotzdem nicht hinterher. Damit ihr euch auf die wichtigen Dinge konzentrieren könnt, geben Insider in unserer Reihe Berlin Tipps Anregungen, wo ihr eure freien Stunden verbringen solltet.

Wochenende bitte! Essen bitte!

Nach zehn Jahren Berlin hat man es dann endlich geschafft: Man ist der unglaublichen Vielfalt und Geschwindigkeit der Stadt nicht mehr gänzlich ausgeliefert, sondern weiß, was einem gut tut und was eben nicht. Ich mache keinen Hehl mehr daraus, ich bin introvertiert und habe das gesteigerte Ruhebedürfnis einer 80jährigen, verbeamteten Rentnerin. Daher bin ich immer auf der Suche nach Entschleunigung. Und Essen.

Dem normalen, festangestellten Menschen seien ja zwei versöhnliche und ruhige Tage am Wochenende gegönnt. Freiberufler, wie ich, haben ganze sieben Tage, um durch die Stadt zu ziehen. Und während einige feiern und sich tummeln, würde ich am liebsten mit dem Bett durch die Kieze rollen und nur noch liegend essen. Jedem so wie man mag.
Da ich aber realistische Vorschläge für alle geben möchte, die es gerne lecker und gemütlich haben, habe ich meine liebsten Tipps für die Wochenenden in Berlin zusammengestellt.

1. Brammibal’s Donuts & Nowkoelln Flowmarkt

Da immer nur zu Liegen keine anzustrebende Option ist, werfe ich mich wochenends in Schale und begebe mich auf die Suche nach einer beruhigenden Dosis Kaffee, einem kleinen Snack oder einer nährenden Kucheninfusion. Gerne lasse ich mir Food auf die Hand geben und lege mich dann in nahegelegene Parks oder Grünflächen, wo ich in Ruhe essen und etwas Zeit totschlagen kann.

Ich bin bekennender Fan von Donuts. In den letzten Jahren habe ich viel Zeit in San Francisco verbracht und seit meiner Rückkehr nach Berlin leide ich unter schrecklichen Trennungsschmerzen. Die Donut-Dichte ist hier bei Weitem nicht optimal. Nun verschafft Brammibal’s Donuts aber seit einiger Zeit Abhilfe. Und das auch noch vegan und ohne künstlichen Schnickschnack. Neben Donuts in unzähligen Geschmacksrichtungen (unbedingt Chocolat Peanut Butter Fudge und Pumpkin Spice probieren!), die garantiert ohne Produkte tierischen Ursprungs hergestellt werden, gibt es außerdem noch köstlichen Juice (Pear Ginger Beetroot ist richtig lecker!), Avocado-Bagels zum Lunch und sehr guten Kaffee. Im Laden thront ein minimalistischer Neon-Donut über den mampfenden Kunden.

Für euren Donuts-Nachschub: Brammibal’s.

Man schnappt sich bestenfalls eine Vierer-Box Donuts und einen Orangensaft von einem der Ein-Euro-Stände am Maybachufer, die frische Orangen pressen. Alle zwei Wochen findet sich zudem als kleine Beigabe der Nowkoelln Flowmarkt am Ufer ein. Neben Second-Hand und Kunstkram gibt es dort auch Musik, gute Snacks und eine richtig entspannte Atmosphäre. Von der Kottbusser Brücke kann man über die Schwäne hinweg gut das Gewimmel beobachten.

Donuts essen und Schwäne beobachten.

Brammibal’s Donuts: Maybachufer 8, 12047 Berlin

Nowkoelln Flowmarkt: Maybachufer 31, 12047 Berlin

2. Ron Telesky

Wer das Planufer des Kanals weiter in westliche Richtung läuft, kann die gentrifizierten Wohnungen am Maybachufer anschauen, SUVs zählen und dann an der Admiralsbrücke Richtung Süden abbiegen, um die aufgebrauchten Energiereserven mit einer bodenständigen Canadian Pizza bei Ron Telesky wieder up zu leveln. Der Shop bietet riesige Pizza slices (teilweise auch vegan). Natürlich mit scharfem Chili-Ahornsirup überzogen.

Kanadische Pizza mit Chili-Ahornsirup.

Ron Telesky: Dieffenbachstraße 62, 10967 Berlin

3. Jones Ice cream

Erst seit kurzer Zeit mit fester Filiale in Schöneberg, aber jetzt schon eine Institution: Jones Ice cream. Ich habe die Menschen nie verstanden, die Eis nur auf den Sommer datieren. Besonders mit ausgefallenen Sorten wie Salted Caramel, Apple Pie und den herrlich schmeckenden homemade Eiswaffeln, hat sich Jones einen Namen gemacht – auch für den Winter. Neben Icecream gibt es hier nämlich auch Cookies und Waffeln. Die Rundtour kann man dann einige hundert Meter weiter am S-Bahnhof Julius-Leber-Brücke beenden.

Leckeres Eis bei Jones in Schöneberg.

Jones Ice cream: Goltzstraße 3, 10781 Berlin

4. Markthalle IX

Wer von Wochenmärkten, Street-Food und Gourmetfraß gar nicht genug kriegen kann, wie ich auch, findet sich samstags in der Markthalle IX in Kreuzberg ein. Neben einem regionalen Wochenmarkt gibt es hier den besten Pulled Pork Burger Berlins.

Bunter Markt in der Markthalle in Kreuzberg.
Markthalle IX: Eisenbahnstraße 42-43, 10997 Berlin

5. Alte Milch & Sironi

Ich empfehle außerdem unbedingt eine kleine Kostprobe der Käsesorten bei Alte Milch, die das Käsegame in Berlin auf ein ganz neues Level gebracht haben. Wenige Sorten liegen in der Auslage, aber diese sind exzellent und oftmals ist der beste Snack ja auch der einfachste: Bei der italienischen Bäckerei Sironi einen halben Brotlaib packen, ein eigenes Messer mitbringen, Käse bei Alte Milch kaufen und irgendwo in einer Ecke auf den Boden kauern und schön was wegpicknicken. Die Markthalle ist zu Fuß von der S-Bahn-Station Warschauer Straße zu erreichen.

Käse soweit das Auge reicht.

Alte Milch: Eisenbahnstraße 42-43, 10997 Berlin

Sironi: Eisenbahnstraße 42-43, 10997 Berlin


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Über Ada Kreuzberg

Ada Kreuzberg ist Texterin, Social Media Queen und Kolumnistin.

Auf ihren Instagram-Account teilt sie gerne Bilder von köstlichem (selbstgemachten) Essen oder ihrer Katze Alf. Sie verbringt gerne Zeit in San Francisco und wird von dem Berliner Rapper Prinz Pi verehrt.

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