Charlottenburg kulinarisch

Charlottenburg

Essen im Kiez

Ohne Frage feiert Charlottenburg gerade ein Comeback. Nach dem Fall der Mauer orientierte sich erst einmal alles in Richtung Osten: Mitte, Prenzlauer Berg oder Friedrichshain. Hier eröffneten die neuen, coolen Restaurants. Charlottenburg galt als old-fashioned. Das ändert sich gerade wieder. Neue Restaurants machen auf und Klassiker werden auch von Neuberlinern entdeckt. Wir haben euch einen exklusiven Food-Guide für Charlottenburg zusammengestellt. Genießt Charlottenburg kulinarisch!

Charlottenburg neu entdecken: Café Savigny

Historisch gesehen war Charlottenburg immer eine angesagte Gegend, wohlhabend mit repräsentativen Wohnungen und entsprechenden Geschäften und Restaurants. Vor dem Mauerfall war Charlottenburg mit dem Kurfürstendamm und seinen Nebenstraßen das Zentrum West-Berlins. Heute ist es kein eigener Bezirk mehr, sondern ein Ortsteil von Charlottenburg-Wilmersdorf. Ein großer Bezirk, größtenteils bürgerlich. Immer mehr Neuberliner, die es sich nie hätten vorstellen können, beginnen neuerdings Friedrichshain oder Kreuzkölln zu verlassen und die Vorteile des Charlottenburger Lebens zu entdecken: die gewachsenen Strukturen, die Erinnerung an den „alten Westen“ und sein bürgerliches Milieu.

Um als Charlottenburg-Neuentdecker zu starten, ist es ideal, am S-Bahnhof Savignyplatz auszusteigen. Hier befindet man sich im Zentrum und findet eine Reihe ganz unterschiedlicher Restaurants und Cafés, die einen ersten Eindruck von der Vielfalt des kulinarischen Angebots geben. Das nahegelegene Café Savigny in der Grolmanstraße 53 ist ein erster schöner Anlaufpunkt von morgens bis abends für alle, die ein unprätentiöses, aber stilsicheres Café-Restaurant suchen. Seit Jahrzehnten ist das Savigny ein Treffpunkt von Kunststudenten der nahegelegenen UdK, von Schauspielern und Menschen aus der Medien-, Mode- und Architekturszene. Das hervorragende Frühstück kann man sich aus Modulen zusammensetzen und die kleine Speisekarte ist exzellent. Perfekt geeignet für einen Lunch oder für das kleine Essen nach dem Kino. Die Auswahl an internationalen Magazinen und Zeitschriften ist groß und für viele Besucher eine Attraktion an sich.

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Elegant speisen: Le Petite Royal, Grosz und 893 Ryōtei

Ein Zeichen für die neue Anziehungskraft Charlottenburgs ist die Eröffnung des Le Petite Royal, nur ein paar Schritte vom Café Savigny entfernt. Es ist eine Dependance des glamourösen Grill Royal in Mitte. Auf der Karte stehen Meeresfrüchte, fangfrischer Fisch und Bouillabaisse oder Coq au Vin. Das Le Petite Royal ist also eine französisierte Variante des großen Bruders. Auch das elegante Grosz am Kurfürstendamm hat Verwandtschaft in Mitte: Inhaber Roland Mary betreibt das Borchardt am Gendarmenmarkt. Das Grosz ist Kaffeehaus, Restaurant und Bar. Bei Grosz und Petite Royal sind Qualität und Preise hoch. Beides sind Restaurants auch zum Sehen-und-gesehen-werden.
Genau hinsehen muss man, um das neue 893 Ryōtei zu entdecken. Dieses moderne japanische Restaurant versteckt sich nämlich hinter einer dunklen, mit Graffiti besprühten Scheibe in der Kantstraße. Wer die Tür öffnet, findet sich plötzlich in einer völlig anderen, ziemlich durchgestylten Welt wieder. Der Raum ist dunkel und nur an den Barplätzen und über den Tischen erhellt. Eindrucksvoll ist auch die Bar mit grünem Marmortresen an der offenen Küche. Berlin kann manchmal wie New York sein. Das fabelhafte Essen von der Misosuppe übers Sushi und Sashimi bis zur Seeteufelleber überzeugt dann endgültig davon, dass das Restaurant nicht nur gut aussieht, sondern auch kulinarisch hält, was man sich erhofft.

Le petite royal

Besonderer Charlottenburg-Charme: Das Schwarze Café

Etwas ganz anderes, aber ein absoluter Klassiker in Charlottenburg ist das Schwarze Café. Seit 1978 kann man hier rund um die Uhr frühstücken, Mittag oder auch Eis essen. Es ist kein Geheimtipp, aber immer noch ein Treffpunkt in Charlottenburg – nicht nur für Touristen. Eine nicht so bekannte Alternative zum Käthe-Kollwitz- oder Winterfeldmarkt ist samstags und mittwochs der Wochenmarkt am Karl-August-Platz. Dieser Markt ist klein und fein. Schöne, Blumen, frische Pasta und französischer Käse lassen sich hier entspannt einkaufen, und auch die Essstände haben Einiges zu bieten. Legendär ist die feuerscharfe Sauce des mit vielen Promifotos geschmückten Currywurststands von Gabi Maaß. Der alte Westen, hier lebt er und lässt es sich gut gehen.

Hier sind die genannten Hotspots

  1. Café Savigny
  2. Le Petite Royal
  3. Grosz
  4. 893 Ryōtei
  5. Das Schwarze Café

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