Weihnachten – Adventszeit mit Kindern mit Berlin Mitte Mom

Gastbeitrag

So verbringt Berlin Mitte Mom die Weihnachtszeit mit Kindern

Der Dezember ist für die meisten eine besinnliche Zeit. Egal ob religiös oder nicht: Die meisten versuchen entschleunigt durchs Leben zu gehen und machen sich um das ein oder andere Thema Gedanken. Von Weihnachtsmuffel, Angehörigen verschiedener Religionen bis hin zu absoluten Weihnachtsfans haben wir einige Berlin-Insider nach ihrer Adventszeit befragt und sind heute mit der Bloggerin Berlin Mitte Mom unterwegs.

Adventszeit mit Kindern in Berlin

Die Vorweihnachtszeit ist unsere liebste Zeit im Winter, und genauso, wie wir Berlin im Sommer lieben, wenn wir die Seen, Cafés und Parks besuchen, freuen wir uns im Dezember, wenn die ganze Stadt weihnachtlich wird, die Lichter überall leuchten und mit jedem Spaziergang durch Berlin unsere Vorfreude auf Weihnachten steigt.

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Ich habe drei Kinder, die in Mitte zur Schule gehen und wir wohnen im Prenzlauer Berg, das bedeutet, wir kommen im Dezember auf allen unseren Wegen zur Schule, zur Arbeit, zum Training, zum Einkaufen und nach Hause an kleinen und großen Adventsmärkten vorbei, die unsere Vorweihnachtsstimmung befeuern. Wir riechen gebrannte Mandeln, Punsch und Bratäpfel, bewundern das ausgestellte Kunsthandwerk und bestaunen die Fahrgeschäfte, die es auf den größeren Märkten gibt.

 

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Meine Kinder würden natürlich am liebsten jeden Tag nach der Schule auf einen der Märkte gehen und alles einmal ausprobieren, aber dazu gibt es im Dezember einfach zu viele Nachmittagstermine. Also versuchen wir, neben unseren Weihnachtsaktivitäten wie Plätzchenbacken zu Hause, Schulkonzert in der Kirche und der Kunstausstellung in der Schule wenigstens an den Wochenenden ein paar weihnachtliche Stationen abzuklappern.

Von Weihnachtsmärkten und deren Leckereien

Dazu gehört unbedingt der Advents-Ökomarkt auf dem Kollwitzplatz , wo es Kunsthandwerk und weihnachtliche Leckereien gibt und wo wir gerne bummeln, naschen und kleine Weihnachtsgeschenke kaufen. Der Öko-Weihnachtsmarkt findet immer nur an den Adventssonntagen statt, also müssen wir das ein bisschen planen.

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Unser Lieblingsweihnachtsmarkt ist aber der Lucia Weihnachtsmarkt auf dem Gelände der Kulturbrauerei, zwischen Danziger Straße und Schönhauser Allee. Dort gibt es nicht nur kleine Leckereien, Punsch für Kinder und Stände mit wunderschönem weihnachtlichen Kunsthandwerk von Schmuck bis Papierstern, es gibt auch ein kleines Kettenkarussell, eine Märchenjurte, wo man sich aufwärmen und sich Geschichten erzählen lassen kann, sowie einen Stand, wo die Kinder mit einer Armbrust Bogenschießen können. Die Kinder lieben es, dass es beim Bogenschießen keine Kuschelteddys oder Plastikschnickschnack als Preise gibt, sondern Mini-“Edelsteine“. Das entspricht viel mehr dem verzauberten Charakter dieses beschaulichen Weihnachtsmarktes, der so gar nichts von den großen Rummelplätzen am Alexanderplatz oder am Roten Rathaus hat – obwohl die Kinder, das natürlich auch sehr mögen.

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Weihnachtsshopping in der Großstadt

Wenn wir genug von der Weihnachtsmarkt-Bummelei haben, geht es an die Weihnachtseinkäufe. Die Kinder haben eine überschaubare Menge Taschengeld zur Verfügung, aber sie möchten neben Selbstgebasteltem auch gerne etwas Richtiges verschenken. Seit sie nicht mehr so ganz klein sind, ist ihnen das wichtiger geworden und sie möchten mindestens einmal mit mir zum „Shoppen“ gehen und nach Geschenken suchen. Und da ich zwar meine Kinder gerne bei diesen vorweihnachtlichen Aktivitäten unterstütze und gleichzeitig keine Energie dafür habe, mit drei Kindern zig kleine Boutiquen abzuklappern (Tür auf, Kinder rein, allen ist zu warm, Jacken auf/aus, Gerempel in der Boutique, alle wieder raus, kaaaalt, Jacken wieder an und so weiter), ist unsere Lösung hier eine Shopping Mall. Für uns am nächsten sind entweder die Schönhauser Allee Arcaden oder das Alexa direkt an der Station Alexanderplatz, beide gut mit der S-Bahn zu erreichen. Dahin führen uns also unsere Wege und wir klappern Läden mit Tinnef und Buchhandlungen ab und suchen die weihnachtlichen Stände auf, die die Einkaufszentren in der Adventszeit in den Gängen errichten. Es ist gar nicht so leicht, für kleines Geld etwas zu finden, meistens werden es Kerzen oder eine kleine Handcreme oder ein Miniaturkalender. Und dann kaufen wir in einem der Schreibwarenläden noch mehr Bastelzeugs – natürlich nicht vom knappen Taschengeld – fahren nach Hause und falten dann doch wieder Unmengen an Origamisternen und Sterne aus Glanzpapier, die dann an Weihnachten an die wohlwollenden Großeltern verschenkt werden.

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Die Adventszeit in unserer Stadt ist jedes Jahr wieder ereignisreich, voller schöner Erlebnisse und natürlich anstrengend. Wir sind deshalb genau gleich glücklich, wenn sie anfängt und wenn sie wieder endet. Am Ende bleiben nur die Lichter und eine besondere Stille, die sich dann über die Stadt legt, wenn alle aufgehört haben, herum zu laufen und einzukaufen und Punsch zu trinken oder seinen Kindern gebrannte Mandeln zu kaufen. Dann ist Weihnachten in Berlin.


Über Annaannaluz_portrait2

Anna Luz de León, Bloggerin und Online-Kolumnistin, lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in der Mitte von Berlin. Seit 2012 schreibt sie ihr Blog Berlinmittemom.com und behandelt dort alle relevanten Themen rund um das Leben mit Kindern. Ihr Blog ist der Ort für authentische Texte übers Elternsein, Lieblingsbücher, bunte Brotdosen und Pflaster auf Kinderknien. Hier geht es um den Familienalltag im Berliner Großstadtflair, um Reisen mit Kindern, Erziehungs- und Bildungsthemen und das gute Leben.

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