Kunst, Kultur, Garten und Gastro in Wedding

Wedding

Kunst, Kultur, Garten und Gastro in Wedding

Neues Leben an alten Ruhestätten bzw. ab in höhere Sphären: In Steinwurfnähe zum S-Bahnhof Wedding erobern findige Gärtner, Veranstalter und Idealisten Brachflächen und ein ehemaliges Krematorium.

Zwischen Himmel und Erde

Der Berliner Wedding ist nicht unbedingt für seine Stille und Grünflächen bekannt, doch unsere kleine Exkursion führt in wenigen Minuten von der letzten Ruhestätte zum blühenden Leben. Der Startpunkt: Die S-Bahn-Station Wedding. Wir nehmen den Ausgang Lindower Straße und folgen der gleichnamigen Straße nach rechts. An der Sternkreuzung biegen wir gleich links in die Gerichtsstraße ein – wo auf der rechten Seite schon der zeitlos schöne Eingang des Silent Green Kulturquartiers wartet. Das ehemalige Krematoriumsgelände ist mittlerweile quicklebendig: Am neuen Zentrum und Veranstaltungsort haben nicht nur Musik-Booker, Festivalveranstalter und das Berlin Music Board ein neues Zuhause gefunden, sondern auch regelmäßige Konzerte, Film-Screenings, Ausstellungen und Konferenzen. Bespielt werden diverse Räumlichkeiten des denkmalgeschützten Geländes: von der alten Kuppelhalle und Außenfläche bis hin zur unterirdischen Betonhalle und einem neuen Kubus. Das Ergebnis dieser Neunutzung ist spannend, experimentell – und immer besonders. Unser Tipp: unbedingt im Vorfeld den Veranstaltungskalender checken!

Gerade kein aktuelles Programm? Macht nichts – direkt nebenan, im Moos Restaurant, kreiert der inspirierte Koch zwischen Galerie und Friedhofsidylle wahre Leckerbissen, vom French Breakfast mit Dulce de Leche bis hin zur frischen Rote-Beete-Limo. Wir verlassen diese kleine Oase über den Urnenfriedhofs-Seitenausgang und überqueren die Ruhestatte, bis wir wieder auf der Gerichtsstraße landen. Dort biegen wir nach wenigen Schritten rechts in die passend benannte Ruheplatzstraße ein und lassen Friedhof, Park, Plantagenstraße, Antonstraße, und Sportplatz rechts liegen, bis wir ein paar Minuten später unsere nächste Station erreichen.

Im Himmelbeet geht es trotz des hochfliegenden Namens ganz bodenständig zu. Zwischen Hochbeeten, Gießkannen und improvisierten Sitzgelegenheiten atmen wir erst einmal tief durch und machen Augen, Nase, Ohren auf – was summt, duftet, leuchtet da? Das Paradebeispiel für Berliner Gemeinschaftsgärten und gelebte Graswurzelkiezpolitik bringt Grün in die Stadt und Menschen zusammen. Ob Spontankonzert, Bauernmarkt oder Ablegerkauf – selbst Handanlegen ist eigentlich immer gern gesehen. Der Garten bietet viele Mitmachoptionen vom Fahrradreparatur-Workshop bis zum eigenen Pachtbeet oder Tipps für den grünen Urban-Gardening-Daumen. Mittendrin kredenzt das prämierte Low-Waste-Cafe Köstlichkeiten, natürlich frisch aus dem Garten – sogar der Kräutertee darf hier spontan selbst gepflückt werden.

Zu viel Sonne für einen Tag? Abkühlung verspricht das himmlische Eis der nahen Eismanufaktur – eine kleine, feine Filiale der Eisspezialisten versorgt Ausflügler, Kulturinteressierte und Unkrautjäter am oberen Ende des Leopoldplatzes (Maxstraße 11) mit dem kühlen Glück in Kugelform.

Impressionen vom Ausflugsziel

Nächste Stationen
S41 S42

S-Bahnhof Wedding

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